“Je freier und bewegter unser Körper ist desto freier und bewegter sind wir auch im Geist.”

Unser Büroalltag ist oft durch langes Sitzen gekennzeichnet, wobei wir uns eher auf die Arbeit und weniger auf die eigene Körperhaltung konzentrieren.
Eventuell kennst du selbst das nach vorne geschobene Kinn, die hochgezogenen oder schiefen Schultern, die verschraubte Haltung, den runden Rücken oder die tauben Beine nach etwas längerer Zeit am Schreibtisch.

Wenn wir sitzen kann es häufig passieren, dass die natürlichen Kurven der Wirbelsäule verloren gehen.
Das Becken kippt nach hinten und der untere Rücken rundet sich. Der Druck auf die Wirbelkörper und auf die Bauchorgane nimmt zu. Dabei werden die Bauch- und Rückenmuskulatur geschwächt.
Der Brustkorb rundet sich noch mehr nach hinten und das Brustbein zieht sich nach innen. Durch die Enge im Brust- und Bauchbereich wird der Atem flacher .
Hals und Nacken werden stark geknickt und der Druck auf die Halswirbelsäule wird verstärkt.
Durch die Verschiebung der natürlichen Kurven der Wirbelsäule verliert sie an Aufrichtung und Spannkraft. Dies kann eine negative Auswirkung auf den Atem und die Verdauung haben. Doch was kannst du tun? – Dich bewegen!

Wenn du eine sitzende Tätigkeit wie z.B. im Büro ausübst, wird es empfohlen, zwischendurch aufzustehen und sich zu bewegen. Machst du das?
Wie fühlst du dich nach mehreren Stunden am Arbeitsplatz? Entspannt oder Verspannt? Oder nimmst du es gar nicht mehr wahr, da deine Haltung schon zur Gewohnheit und einem Muster in deiner Haltung geworden ist.
Wenn du ein verspanntes Gefühl hast, machst du etwas dagegen?
Meistens hapert es nicht an dem Wissen oder der Zeit, sondern an der Motivation. Natürlich wird bei den meisten von uns vorgeschoben, dass wir keine Zeit hätten. Doch ist das eine ehrliche Antwort, wenn es um unsere Gesundheit geht?

Es muss nicht gleich etwas hoch Komplexes sein. Schon kleine freundliche Bewegungen mobilisieren deinen Körper: recken und strecken im Stehen, die Treppe hoch und runter laufen, ein “Ganzkörper-Gähnen”, freies Bewegen ohne “Choreographie” oder du probierst einmal unsere Büro-Yoga-Einheiten aus.
Es geht darum, das zu tun, was sich intuitiv gut anfühlt.
Wenn der Boden eine Option ist, ist der Boden ein toller Ort zum Recken und Strecken, da er Halt und Stabilität bietet und noch dazu unglaublich entspannend ist.

Atmen.
Max Strom hat einen schönen Satz gesagt: „People take cigarette breaks, you can take a breathing break.“
Führe in deinem Alltag eine Atempause ein und nimm dir 5 Minuten Zeit, um einfach nur zu atmen. Natürlich atmen wir immer. Hierbei geht es jedoch darum, den Atem zu beobachten und zu schauen, wie er fließt – ohne ihn zu lenken.
Ein Inspirierenden Ted Talk von Max Strom: Max Strom – Breathe to heal

Weitere Tipps:
Trink genügend Wasser (aus der Leitung oder aufgekocht und lauwarm ).
Gönn dir ein frisches, grünes und buntes Mittagessen.
Ersetze den Nachmittagskuchen durch Studentenfutter und den Milchkaffee durch einen Tee.
Verzichte nach Möglichkeit auf das Auto und gehe stattdessen zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad.
Behältst du auf der Arbeit die Straßenschuhe an? Wie wäre es mit Schuhen für das Büro, in denen sich die Füße lebendig fühlen dürfen?
Verändere deine Haltung am Schreibtisch und arbeite mal stehend und mal sitzend.


Dauer: ca 13 Minuter


Dauer: ca 15 Minuten

2020-04-18
Emma Hermansson